10 JAHRE EQUAL PAY DAY IN DEUTSCHLAND

Montag, 20. März 2017

CDA-Info-Stand zum Equal-Pay-Day 2017

Seit 2008 wird in Deutschland der Equal Pay Day als Aktionstag für mehr Lohngerechtigkeit begangen. Auch die CDA zeigt an diesem Tag regelmäßig „Flagge“, um für die Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ zu demonstrieren. In diesem Jahr war der Vorstand des CDA-Landesverband Bremen dazu mit einem Info-Stand in der Bremerhavener Einkaufsmeile „Bürger“ vertreten, um daran zu erinnern, das Frauen nach wie vor weniger verdienen als Männer und um aufzuzeigen, welcher Maßnahmen es bedarf, um Entgeltgleichheit herzustellen. Der CDA-Landesverband Bremen findet es beschämend, dass es trotz der im Artikel 3 des Grundgesetzes verankerten Gleichberechtigung von Mann und Frau nach wie vor eines Aktionstages bedarf, weil die Gleichberechtigung längst nicht in allen Lebensbereichen realisiert ist. Insbesondere in der Arbeitswelt müssen Frauen nach wie vor um Chancengleichheit und Gleichbehandlung kämpfen. Dies gilt für die Berücksichtigung bei der Vergabe von Führungspositionen wie für die Entlohnung. So hat das DIW für sein Managerinnen-Barometer 2017 ermittelt, das bei den 200 umsatzstärksten deutschen Unternehmen lediglich 76 von insgesamt 931 Vorstandsposten mit Frauen besetzt waren. Bei den Löhnen und Gehältern beträgt der Entgeltsunterschied zwischen Männern und Frauen 21 Prozent. Selbst wenn man berücksichtigt, dass der Unterschied im wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass Frauen überproportional niedrig bezahlte „Frauenberufe“ ausüben, häufiger als Männer nur teilzeitbeschäftigt sind und durch Familienphasen über Brüche in ihren Beschäftigungsverläufen verfügen, verbleibt ein Entgeltsunterschied von 7 Prozent, der lediglich geschlechterbedingt ist. Diese geschlechtsspezifische Entgeltungleichbehandlung zu beseitigen ist Ziel des „Entgelttransparenzgesetzes“, auf das sich die Bundesregierung verständigt hat. Das Gesetz kann allerdings nur ein erster Schritt sein, da bei Verstößen gegen den Equal-Pay-Grundsatz die Betroffenen gezwungen sind, den Klageweg zu beschreiten, da das Gesetz selbst für Verstöße keine Sanktionen vorsieht.