Kita-Ausbau: Bundesmittel statt Betreuungsgeld

Kinderbetreuung in Bremen dringend ausbauen!

Bundesmittel für Kita-Ausbau anstatt für Betreuungsgeld verwenden

Der Stadtbremer CDA-Vorstand beschließt einstimmig einen Forderungskatalog zum Ausbau der Kinderbetreuung. Auch Bremen ist ab 2013 gesetzlich verpflichtet, Kindern ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Betreuungsplatz anzubieten. Die Stadtbremer CDA sieht in einer guten Kinderbetreuung eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben, da eine frühe Förderung für alle Kinder von grundlegender gesellschaftlicher Bedeutung ist. Damit junge Menschen ihren Wunsch nach Kindern auch verwirklichen können, sind bedarfsgerechte Betreuungsangebote, gute Qualität und Trägervielfalt zu gewährleisten.

Das Land Bremen hat sich bis 2013 den Ausbau von Krippenplätzen mit einer Quote von mindestens 35% zum Ziel gesetzt. Dazu Heike Menz (Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft evangelisch-freikirchlicher Kindertagesstätten): „Aus der  Praxis wissen wir, das die Nachfrage nach einem Krippenplatz im Land Bremen deutlich höher ist. Um die Ausbauplanung auch bedarfsgerecht gestalten zu können ist eine Bedarfsermittlung erforderlich.“

Heike Menz führt als positive Beispiele hierzu die Städte Frankfurt, Nürnberg oder Heidelberg an, die ihre erforderliche Quote inzwischen aber auf über 50 Prozent nach oben korrigiert haben.

Empört gibt Marco Eilers (Kreisvorsitzender CDA Bremen) zu bedenken: „Bisher lehnten SPD und Grüne die von der CDU geforderten und gesetzlich vorgeschriebenen Bedarfsanalysen vehement ab und wollen erst für 2012 viel zu spät eine Bedarfsermittlung durchführen.

Betrug am Wähler ist für Marco Eilers zudem die Auslegung der 35 Prozent-Quote durch Rot-Grün. „Wir kommen 2013 allenfalls auf eine reale Betreuungsquote in Höhe von ca. 26-27 Prozent. Unsere grüne Sozialsenatorin Anja Stahmann rechnet die sozialpädagogischen Spielkreise mit in die Bedarfsdeckung ein. Diese treffen sich 2-3-mal wöchentlich für einige Stunden. Der Ansatz für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird damit ad absurdum geführt“ gibt Marco Eilers zu bedenken.

Insbesondere allein erziehende Mütter werden dadurch in Bremen in die Armutsfalle getrieben und müssen von staatlicher Grundsicherung leben. Zudem gehen umfangreiche berufliche Kompetenzen durch den ungelösten Betreuungsnotstand verloren und stehen den regionalen Betrieben nicht als Arbeitskräfte zur Verfügung.

Auch für den absehbaren Fachkräftemangel beim pädagogischen Personal hat die rot-grüne Koalition bislang keine Lösung unterbreitet. Heike Menz weist auf Prognosen des Sozialressorts hin, die ab 2013 rund 280 fehlende Betreuerinnen und Betreuer voraussagen.

Die Stadtbremer CDA fordert die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf, deshalb vom geplanten Betreuungsgeld Abstand zu nehmen. Die dafür eingeplanten 2 Milliarden Euro müssen den Ländern dringend zum Ausbau der Kinderbetreuung zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.  Insbesondere bei bildungsfernen Familien mit Migrationshintergrund setzt das Betreuungsgeld die falschen Anreize zu einem tradierten Rollenverhalten und einer nicht erfolgenden Inanspruchnahme staatlicher Betreuung. Die Integration dieser jungen Menschen werden durch die Vorenthaltung qualifizierter Förderung umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten genommen.

Dieser Beitrag wurde unter CDA Neuigkeiten abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.