Der CDA-Landesvorstand hat auf seiner Sitzung am 22.08.2018 in Bremerha­ven seine Forderung nach einer sukzessiven Anhebung des Rentenni­veaus auf 50 Prozent bekräftigt und sich darüber hinaus einstimmig für eine langfristige Garantie zumindest des aktuellen Rentenniveaus von 48 Prozent ausgesprochen.

CDA-Landesvorsitzende Heike Menz: „Durch die im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vereinbarte doppelte Haltelinie wird das aktuelle Ren­tenniveau lediglich bis 2025 nicht jedoch dauerhaft abgesichert. Bis Ende 2030 könnte das Niveau somit wie prognostiziert auf 44,6 Prozent absin­ken, ohne dass die Bundesregierung zum Eingreifen gezwungen wäre. Soweit darf es nicht kommen. Ab 2024 treten die Babyboomer ins Ren­tenalter ein. Auch sie wollen eine auskömmliche Rente und Planungssi­cherheit. Deshalb müssen die Weichen für die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung jetzt gestellt werden. Die Festlegung des Rentenni­veaus ist eine politische Entscheidung und darf nicht von den Ergebnis­sen einer Rentenkommission abhängig gemacht werden. Von der Ren­tenkommission erwarten wir, dass sie aufzeigt, was getan werden muss, um die Rentenversicherung in die Lage zu versetzen, ihren Versicherten wieder eine lebensstandardsichernde Rente gewährleisten zu können.“

Eine dauerhafte Absicherung des Rentenniveaus ist nach Auffassung der CDA auch im Hinblick auf die nachgelagerte Besteuerung der Renten ge­boten, die zur Folge hat, dass sich mit jedem Jahr die Steuerbelastung der Neu-Rentner erhöht, so dass selbst bei garantiertem Rentenniveau das verfügbare Renteneinkommen sinkt.

Die CDA als Arbeitnehmervereinigung und sozialpolitischer Flügel der CDU verweist darauf, dass jede zweite Altersrente in Deutschland unter 800 Euro liegt und immer mehr Rentnerinnen und Rentner Probleme haben, allein mit der Rente ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Senioren stellen mitt­lerweile die größte Gruppe unter den Minijobbern. Lag die Zahl der Miniobber im Alter von 65 Jahren oder älter 2003 noch unter 600.000, hat sie sich seither nahezu verdoppelt und im Dezember 2017 die Rekordhöhe von 1.074.689 er­reicht. Dies ist besorgniserregend und ein Indiz für wachsende Altersarmut.

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