Nach § 3, Abs.4, des bremischen Schulgesetzes haben alle bremischen Schulen den Auftrag, sich zu inklusiven Schulen zu entwickeln. Dies gilt auch für die berufsbildenden Schulen. Umso unverständlicher ist es, wenn an der größten Bremer Berufsschule, dem Technischen Bildungszentrum Mitte (TBZ) an der Weserbahn bis heute nicht mal die grundlegenden baulichen Voraussetzungen für einen inklusiven Unterricht gegeben sind.

Das im Jahre 2000 gegründete TBZ, in dem aktuell rund 2500 Personen beschult werden, darunter 2100 Azubis, ist nicht barrierefrei.Rollstuhlfahrer und andere Mobilitätsbeeinträchtigte können am TBZ nicht beschult werden. Schülerinnen und Schüler der Schule, die sich ein Bein brechen und keine Treppen steigen können laufen Gefahr, dass sie für die Dauer ihrer Mobilitätsbeeinträchtigung nicht am Unterricht teilnehmen können. Obwohl das Problem in der Schulbehörde bekannt ist, ist Abhilfe nicht in Sicht. Gelder für den Einbau eines Fahrstuhls ins Schulgebäude sind im Haushalt nicht eingeplant und aktuell nicht verfügbar. Ein Skandal meint Peter Rudolph, stellvertretender CDA-Landesvorsitzender und langjähriges Mitglied des Berufsbildungsausschusses der IHK für Bremen und Bremerhaven.

Rudolph: „Inklusion darf nicht vor den Berufsschulen haltmachen. Die CDA erwartet, dass auch an den Berufsschulen die baulichen Voraussetzungen für die Umsetzung des in § 3 des bremischen Schulgesetzes formulierten Auftrag geschaffen werden. Barrierefreiheit ist ein Muss und sollte längst an allen Schulgebäuden realisiert sein.“

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