Angesichts der zu erwartenden weiteren Verlängerung des Lockdowns fordert die CDA ein Mindest-Kurzarbeitergeld für Beschäftigte, die mit dem Kurzarbeitergeld kein Einkommen über dem Mindestlohn erreichen.

Es wird allgemein damit gerechnet, dass die Regierungschefs der Länder und die Bundeskanzlerin in ihrer heutigen Video-Konferenz eine weitere Verlängerung des Lockdowns beschließen werden. Friseursalons, Nagel­studios, Kultureinrichtungen sowie Branchen wie der Einzelhandel und die Gastronomie und Hotellerie müssen sich darauf einrichten, weitere Wo­chen nicht öffnen zu dürfen. Immer mehr Betrieben droht damit die Insol­venz. Ihre Beschäftigten müssen bereits jetzt mit Kurzarbeitergeld aus­kommen. Trotz der erfolgten Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 87 Prozent des bisherigen Erwerbseinkommens reicht das Geld häufig nicht für die Lebenshaltung. Dies gilt insbesondere für die Beschäftigten in Branchen mit niedrigen Löhnen und Gehältern. Die CDA fordert daher ein Mindest-Kurzarbeitergeld. Nach Auffassung der CDA sollte niemand ge­zwungen sein, aufstockende Leistungen beantragen zu müssen, weil er coronabedingt kurzarbeiten muss und allein vom Kurzarbeitergeld nicht leben kann. Wir wollen daher für alle ein Einkommen auf Mindestlohn-Niveau sichern. Deshalb brauchen wir ein Mindest-Kurzarbeitergeld. Er­reicht der oder die Beschäftigte mit dem Kurzarbeitergeld kein Einkom­men über dem Mindestlohn, dann soll die Bundesagentur für Arbeit (BA) das Kurzarbeitergeld auf diesen Betrag aufstocken. Das Mindest-Kurzarbeitergeld kann so unbürokratisch Hilfe schaffen.

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