Seit Jahren sorgt der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) mit seinen Finanzproblemen für politische Kontroversen und Sorgen in der Belegschaft. Der größte Gesundheitsbetrieb in der Nord-West-Region ist ein Fass ohne Boden.

Für das Jahr 2020 verbuchte der Konzern erneut einen Verlust von über 40 Millionen Euro, 5 Millionen mehr, als noch im November prognostiziert. Trotz dreier Sanierungskonzepte innerhalb von 12 Jahren ist es den wechselnden Verantwortlichen damit bislang nicht gelungen, die finanzielle Talfahrt zu stoppen.

Um die defizitäre Entwicklung in den Griff zu bekommen, hat der Geno-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. Februar erneut drastische Konsoli­dierungsmaßnahmen beschlossen, die auch einen Personalabbau bein­halten. Die CDA hofft, dass diese endlich Wirkung zeigen, da sonst auch eine Privatisierung des Klinikverbundes nicht ausgeschlossen werden kann. Die Geno sollte nicht darauf hoffen, dass Senat und Bürgerschaft dauerhaft Steuergelder in Millionenhöhe für die Verluste des im vollstän­digen Eigentum der Freien Hansestadt Bremen befindlichen Klinikver­bundes bereitstellen werden.

Jens-Ulrich Fischer, Betriebsrat des Geno-Klinikums Bremen-Mitte und Mitglied des CDA-Landesvorstandes:
„Die Gefahr, dass die Geno die kommunale Trägerschaft verliert, muss gebannt werden. Die Beschäftigten erwarten Sicherheit bezüglich des Fortbestandes ihres Unternehmens. Daher werden die beschlossenen Sanierungsmaßnahmen von der CDA auch nicht in Frage gestellt. Dies gilt auch für den geplanten Abbau von 430 Stellen bis zum Jahre 2024, für die die Geschäftsführung der Geno und die Bremer Landesregierung die Verantwortung tragen, nach dem alle ihrer bisherigen Sanierungsmaß­nahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Wichtig für uns ist, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt und für die ver­bleibenden Beschäftigten keine Gehaltseinbußen und keine weitere Ar­beitsverdichtung.“

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