Bundeskanzlerin Merkel hat am 24. März den ein Tag zuvor verkündeten Oster-Lockdown abgesagt.

In einem Presse-Statement bezeichnete die Kanzlerin die Idee der sogenannten Osterruhe als Fehler. Die damit einhergehenden Fragen ließen sich in der Kürze der Zeit nicht zufriedenstellend beantworten – von der Lohnfortzahlung für die ausgefallenen Arbeitsstunden bis hin zur Lage in den Geschäften und Betrieben. Die Vorbereitungen für die zusätzliche Osterruhe würden daher gestoppt.

„Ein Fehler muss als Fehler benannt werden und vor allem muss er korrigiert werden“, betonte Merkel auch in der Regierungsbefragung am Mittwoch im Bundestag. Sie bedauert zutiefst die Verunsicherungen, die die Diskussion um die Ruhetage ausgelöst hat. „Dafür bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung.“

Nach wie vor gilt jedoch der Beschluss über eine erweiterte Ruhezeit mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen und einem Ansammlungsverbot. Vom 1. bis 5.April sind danach private Treffen nur mit maximal 5 Personen aus zwei Hausständen möglich, wobei Kinder bis 14 Jahren ausgenommen sind. Der generelle Lockdown wird bis zum 18.April verlängert.

Die weiteren Beschlüsse können Sie der Pressemitteilung des Bundespresse- und Informationsamtes entnehmen, die Sie Sie hier herunterladen können:

Beschlüsse Video-Konferenz Stand 240321

Am 12. April werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder erneut über die Entwicklung des Infektionsgeschehens und notwendige Schlussfolgerungen beraten.

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