Ob tatsächlich ein Grund zum Feiern besteht, bleibt abzuwarten, denn seit mindestens 10 Jahren steht die Zukunft des DB-Ausbesserungswerks in Bremen Sebaldsbrück auf tönernen Füssen.


Bereits im April 2012 war Kollege Peter Rudolph mit dem Wirtschaftsausschuss der Arbeitnehmerkammer vor Ort, um sich von Betriebsratsmitgliedern über die kursierenden Pläne zur (Teil-) Schließung des Ausbesserungswerks Bremen-Sebaldsbrück der Deutschen Bahn informieren zu lassen. Dass es sich nicht nur um Gerüchte handelte, zeigte sich 2017, als DB-Vorstand Berthold Huber bestätigte, dass das Werk Bremen 2019 Aufgaben an Cottbus abgeben müsse und die Lokhalle geschlossen werde. Das Ausbesserungswerk Sebaldsbrück solle sich künftig auf die Aufarbeitung von Komponenten wie Motoren und Powerpacks konzentrieren.

Die Pläne hätten das Aus für 120 der seinerzeit noch 400 Arbeitsplätze bedeutet.
Tatsächlich kam es nicht soweit. Der damalige Wirtschaftssenator Günthner verkündete vielmehr stolz einen Interessensausgleich mit der DB und den Erhalt aller 400 Arbeitsplätze und der 40 Ausbildungsplätze.

Peter Rudolph, Landesvorsitzender der CDA/CGB-Arbeitsgemeinschaft: "Offensichtlich können der Interessensausgleich und die in diesem Zusammenhang ausgesprochene Bestandsgarantie bis 2030 nicht viel wert gewesen sein, wenn es nur zwei Jahre später einer Kooperation von Senat und DB bedarf, um die nunmehr nur noch 300 verbliebenen Arbeitsplätze zu sichern."

Übrigens: Bis in die 1950er-Jahre waren im Ausbesserungswerk Sebaldsbrück noch mehr als 2000 Arbeitnehmer beschäftigt.

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