Carsten Sieling wird dem neuen Senat nicht mehr als Bürgermeister und Senatspräsident angehören. Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen zog der SPD-Politiker am 1. Juli die Konsequenzen aus der Wahlniederlage, die seine Partei bei den Bürgerchaftswahlen am 26. Mai erlitten hatte.

Für die CDA ist der Schritt von Sieling überfällig. Lange hatte sich der 60-jährige dagegen gesträubt, auch persönliche Verantwortung für die Wahlniederlage der SPD zu übernehmen und dafür auch bei Parteifreunden Unverständnis geerntet. Nach dem zwischenzeitlich aber bereits zwei seiner bisherigen Senatskolleginnen und -kollegen das Handtuch geworfen hatten, beugte er sich nun dem öffentlichen Druck und hat dafür keinen besonderen Respekt verdient. Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht verbindlich fest, vermutlich aber Andreas Bovenschulte, der sich gerade erst zum SPD-Fraktionsvorsitzenden wählen lassen hatte und wie Sieling dem linken SPD-Flügel zugerechnet wird.

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